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12. Februar 2013
Formlos sein.
Das grelle Licht verwehr ihm die Sicht. Blind vor Wut, Angst und Trauer hastet er scheinbar ruhelos durch die Dunkelheit. Sie lauert da draussen. An jeder Ecke und hinter jedem Winkel. Trotz stechendem Licht, bleibt seine Welt und ihre Wahrheit in der Dunkelheit verborgen. Er schliesst die Augen; die Finsternis folgt ihm nicht. Seine Sinne erwachen zum Leben. Er lauscht den vielen Silben, spürt das Pochen in seinem Innern. Selbst den Duft seiner Welt nimmt er wahr. Eintönigkeit liegt in der Luft. Die Facetten sind unlängst verflüchtigt. Er sieht sein Leben in seinen Konturen, fährt gedanklich jeder Linie nach. Eine beinahe formlose Silhouette. Die Linien halten den Berührungen nicht stand. Ein strukturlose, in sich nicht schliessende Figur. Für eine Ganzheit fehlen zu viele Stücke. Er hat ihnen die Leuchtkraft selbst entzogen. Er öffnet die Augen und springt.
31. Dezember 2012
Nicht da sein.
Nichts bleibt. Beinahe alles verliert an Bedeutung. Nichts bedeutet dir so viel wie die Vergangenheit. Deine Zukunft ist formlos. Plötzlich diese Leere in deinem Gesicht. Die Lachfalten, die dein Gesicht geziert haben, lassen dich plötzlich nur noch alt erscheinen. Die vielen schönen Gespräche sind verstummt. Nur noch das Schweigen im Raum. Schmerzliches Schweigen. Anfangs konnte Musik dieses Schweigen brechen. Du singst. Verlierst dich im Text. Und schweigst wieder. Es ist nicht mehr viel von dir da. Du entgleitest immer mehr. Bis zum Ende. Und zum Schluss zeigtest du noch einmal all deine Liebe. Deine Schönheit. Dein Lachen. Deine Weisheit. Die Zufriedenheit. Dein unerschütterliches Wesen. Die Dankbarkeit. All diese Dinge erfüllten den Raum. Für einen Moment. Bis sie für immer erloschen sind. Du fehlst.
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